Mittwoch, 19. August 2009
Hexenmädchen
Finsteres Mittelalter, lange ist es vorbei,und doch nur wenige Großväter in ihrem Leben her.Die Kirche mächtig war,das gemeine Volk nichts wert.HexenmädchenRumpel, Rumpel,die Tür wird aufgebrochen.Des Mädchens Augen groß,schnell es gefasstund an den Haaren gezogen,auf des Dorfes Platze gebracht.Im Namen der Kirche,im Namen des heiligen Vaters in Romund im Namen des allmächtigen Herrn,so sprach der Mannund zündete den Scheiterhaufensamt Mädchen an.Brenn Hexenmädchen, brenn.Auch wenn du nichts verbrochen hast,brennst du doch so wunderbar.Deine Sünden nun das Feuer merzt.Hexenmädchen schreit,schnell noch zwei, drei Scheit.Des Mädchens Haut geplatzt,der Gestank verbrannten Fleischesvor den Wind gebracht.Schön das Feuer war,Hexenmädchen nur mehr Asche sei,die Meute zufrieden Heimwärts geht.Die Kirche ihre Schuldigkeit getan,der heilige Vater in Romdem Teufel sein Spielzeug nahm.Was der allmächtige Herr im Himmel denkt,wer will dass denn schon wissen.
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